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Wie können wir verhindern, dass uns auf dem Nachbargrundstück die Aussicht verbaut wird?


Anfrage beantwortet von: Kettiger, Daniel

Wie können wir verhindern, dass uns auf dem Nachbargrundstück die Aussicht verbaut wird?


Anfrage vom 04.04.2007
Uns gegenüber, auf einem Grundstück das zur Nachbargemeinde gehört, soll ein altes Haus umgebaut und aufgestockt werden. Wir möchten das verhindern, weil es uns massiv die Aussicht verbaut wird, die wir seit über 25 Jahren ungehindert auf See, Berge und Dorf geniessen.

Was können wir tun um zu verhindern, dass uns auf diese Weise die Aussicht verbaut wird? (Baurechtlich ist alles korrekt) Können wir uns auf ein «Gewohnheitsrecht» berufen und Rekurs machen? Lohnt es sich, einen Anwalt zu nehmen und weiter Geld zu investieren?


Antwort
Wenn das Bauvorhaben in der Nachbargemeinde liegt, so muss es öffentlich-rechtlich nach dem Bau- und Planungsrecht des Kantons bzw. nach den baurechtlichen Vorschriften dieser Gemeinde beurteilt werden. Auf das Verfahren findet das Recht des Kantons der Nachbargemeinde Anwendung und allfällige zivilrechtliche Streitigkeiten sind vor dem zuständigen kantonalen Gericht auszutragen.

Sie gehen davon aus, dass das Bauvorhaben, durch welches Ihnen die Aussicht verbaut würde, den massgeblichen Vorschriften entspricht. Aus der Anfrage geht nicht hervor, wie nahe Ihr Grundstück zum fraglichen Baugrundstück steht, insbesondere nicht, ob gemeinsame Grundstückgrenzen bestehen (es sich also um ein Nachbargrundstück im engeren Sinn handelt).

Ein Rechtsanspruch darauf, dass Ihnen nicht die Aussicht verbaut wird und dass deshalb ein vor- oder untenliegendes Grundstück nicht bzw. nicht mit einer hohen Baute überbaut wird, besteht nach herrschender Lehre und Rechtsprechung nicht. Alleine wegen der langen Dauer der Unverbautheit, kann kein «Gewohnheitsrecht» geltend gemacht werden.

Die Möglichkeit, gegen eine zu hohe bzw. zu mächtige Baute vorzugehen, besteht in der Regel ohnehin nur bei Bauten auf direkt angrenzenden Grundstücken. Geltend gemacht werden kann dann in der Regel nur eine übermässige Immission (Einwirkung) auf das eigene Grundstück. Eine solche ist auch zivilrechtlich verboten. Allein dass die Aussicht verbaut wird, stellt keine solche Immission dar.

Hingegen kann in bestimmten Fällen ein übermässiger Schattenwurf gerügt werden. Wenn in Ihrem Fall das fragliche Grundstück direkt an Ihr Grundstück angrenzt, kann es sich lohnen, einen Anwalt aus dem Kanton Zürich mit einer vertieften Prüfung zu beauftragen (Achtung: Vorher Kostenvoranschlag einholen). Wenn das Baugrundstück weiter weg liegt und das Vorhaben tatsächlich rechtskonform ist, lohnt sich weitergehender Aufwand meines Erachtens nicht, da Sie in diesem Fall kaum verhindern könnten, dass Ihnen die Aussicht verbaut wird.
Verwandte Begriffe
[ Hausbau, Grundeigentum ]
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